Posted by | Posted in Gesundheit und Alter | Posted on 05-01-2012
Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 25000 Brustoperationen
durchgeführt. Damit gehören Brustoperationen zu den am häufigsten
durchgeführten Operationen im kosmetischen Bereich. Im Gegensatz zu
Brustvergrößerungen, die oftmals aus rein ästhetischen Gründen vorgenommen
werden, haben Brustverkleinerungen in den meisten Fällen medizinische
Hintergründe. So kann das Gewicht zu großer Brüste zu erheblichen
gesundheitlichen Problemen führen.
Die häufigsten medizinischen Hintergründe für eine Brustverkleinerung
Neben ästhetischen Aspekten machen ernsthafte gesundheitliche Probleme und
Beschwerden in vielen Fällen eine Brustverkleinerung notwendig. So können
zu große und schwere Brüste zu Verspannungen, Haltungsschäden und
dauerhaften Rückenschmerzen führen, die eine Brustverkleinerung zur
Rückenentlastung erforderlich machen. Darüber hinaus können zu große Brüste
die Bewegungsfreiheit erheblich einschränken. Das teils enorme Volumen zu
großer Brüsten und das natürliche Nachlassen der Spannkraft im Laufe der
Jahre führt häufig zu einer hängenden Brust. Durch eine Brustverkleinerung
wird auch dieses ästhetische Problem behoben.
Was passiert bei einer Brustverkleinerung?
Bei einer Brustverkleinerung wird das Brustvolumen reduziert und die Brüste
anschließend neu geformt. Dazu werden das überschüssige Drüsen- und
Fettgewebe, sowie die überschüssige Haut entfernt. Die Brustwarzen werden
nach oben verlagert und aus dem verbleibenden Gewebe wird eine neue Brust
geformt. Die Menge des zu entfernenden Gewebes hängt vom Körperbau der
Patientinnen ab und wird den individuellen Proportionen angepasst. So
lassen sich gesundheitliche Probleme wie Verspannungen und Rückenschmerzen
beheben und für die Zukunft vermeiden.
Es gibt verschiedene Operationsmethoden zur Brustverkleinerung. Diese
unterscheiden sich jedoch nur durch eine unterschiedliche Schnittführung.
In den meisten Fällen erfolgt diese, ausgehend vom Brustwarzenhof,
senkrecht nach unten. Die Sichtbarkeit und Größe der verbleibenden Narben
hängt immer von der gewählten Operationstechnik ab. Die Wahl der Technik
und Methode richtet sich nach Brustgröße und Brustvolumen, sowie dem
allgemeinen körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen der
Patientinnen. Selbstverschließendes Nahtmaterial (Quillfäden) verringern
die Narbenbildung. Eine Brustverkleinerung zur Rückenentlastung wird immer
unter Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa 1 bis 1 ½ Stunden pro Brust.
Welche Risiken birgt eine operative Brustverkleinerung?
Bei einer Brustverkleinerung zur Rückenentlastung können wie bei jeder
anderen Operation allgemeine Komplikationen und Nebenwirkungen auftreten.
Dazu gehören Wundheilungsstörungen, Thrombosen und allergische Reaktionen.
Auch Nachblutungen oder ein Taubheitsgefühl im operierten Bereich der Brust
sind möglich. Jedoch treten schwere Komplikationen bei einer
Brustverkleinerung sehr selten auf. Vereinzelt kann es nach der Operation
zu lokalen Entzündungen kommen. Diese heilen in der Regel durch eine
gezielte Behandlung sehr schnell wieder ab. In manchen Fällen kann durch
eine Brustverkleinerung die Stillfähigkeit beeinträchtigt werden. Sofern
eine Schwangerschaft in absehbarer Zeit geplant ist, ist es ratsam, genau
abzuwägen und den Eingriff unter Umständen auf einen späteren Zeitpunkt zu
verschieben.
Vor- und Nachsorge sind wichtig
Um optimale gesundheitliche und kosmetische Ergebnisse zu erzielen sind bei
jeder Brustverkleinerung eine umfassende Vorbereitung und Aufklärung der
Patientinnen, sowie eine sorgsame Nachsorge nach der erfolgten Operation
unerlässlich.
