Ischiasnerv – ein leidiges Thema

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Posted by | Posted in Gesundheit und Alter | Posted on 18-10-2011

Der Ursprung allen Übels

In der Medizin gilt der Ischiasnerv als der längste und zugleich dickste Nerv im menschlichen Körper. Seinen Ursprung findet der Nerv in der Lendenwirbelsäule. Er erstreckt sich über die Hüfte bis hin zum Fuß und leitet die einzelnen Reize des Beins an das Rückenmark weiter. Gleichzeitig werden die Befehle des Gehirns über ihn an die Muskulatur an die Beine weitergegeben und versetzen diese somit in einen Zustand der Anspannung beziehungsweise der Entspannung. Weitestgehend wird der Nervus ischiadicus vom menschlichen Körper nicht wahrgenommen. Es sei denn, es kommt zu einer schmerzhaften Reizung.

Ein reizender Eindruck

Schmerzen, welche durch eine Reizung oder Quetschung des Ischiasnervs verursacht werden, erstrecken sich in der Regel ausgehend vom Kreuzbein bis hin in das Bein. In der Medizin wird diese Form des Schmerzes als Ischialgie bezeichnet. In der Regel bezeichnen die Betroffenen den subjektiv empfundenen Schmerz als elektrisch. Oftmals wird er mit einem Draht verglichen, welcher sich durch die betroffenen Partien zieht. Neben einer Entzündung sorgt in den meisten Fällen vor allem eine Quetschung für eine schmerzhafte Reizung des Nervus ischiadicus. Eine dauerhafte Anspannung sowohl im Bereich der Hüfte als auch im Bereich der Wirbelsäule kann zu Schmerzen führen. Oftmals tritt eine Reizung jedoch auch infolge eines akuten Bandscheibenvorfalls auf oder einer Schwangerschaft auf.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Frauen klagen in der Regel nach einer erfolgten Geburt über Schmerzen im Bereich des Ischiasnervs da der Kopf des Kindes in den meisten Fällen einen erhöhten Druck auf den Nervus ischiadicus ausübt. Spezielle Beckenbodengymnastik während der Schwangerschaft kann jedoch Komplikationen bereits im Vorfeld wirksam vorbeugen. Um eine Reizung am Ischiasnerv erfolgreich behandeln zu können, ist es von wesentlicher Bedeutung die hierfür verantwortliche Grunderkrankung des Patienten zu kennen. Ist sie bekannt, lassen sich die Symptome sowohl durch Behandlungen mit Wärme als auch durch spezielle Massagen oder gymnastische Übungen lindern. Vor allem Letztere haben zur Folge, dass die Muskulatur in den betroffenen Partien gelockert wird und sich der Nerv wieder regenerieren kann. Sollten die erwähnten Maßnahmen keinen Erfolg haben, besteht die Möglichkeit eine Therapie über schmerzstillende Medikamente durchzuführen. Sie sollte jedoch als letzte Option in Erwägung gezogen werden und nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

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