Was ist Cellulite?

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Posted by | Posted in Gesundheit und Alter | Posted on 09-12-2011

Als Cellulite oder Orangenhaut bezeichnet man kleine Dellen in der Haut, die meist an Oberschenkeln und Po bei Frauen auftreten. Cellulite ist medizinisch betrachtet vollkommen harmlos und nicht behandlungsbedürftig. Dennoch leiden viele betroffenen Frauen unter ihrer Orangenhaut, die sich mit dem gängigen Schönheitsideal nicht verbinden lässt.

Was genau ist Cellulite?

Die Haut einer Frau ist anders aufgebaut als die eines Mannes. Während beim Mann die Kollagenfasern, die dafür sorgen, dass die obere Hautschicht nicht reißt, netzartig angeordnet sind, sind sie bei der Frau parallel zueinander angeordnet. Dadurch können Fettzellen, die im Unterhautgewebe liegen, nach außen dringen und dort als Dellen sichtbar werden. Hinzu kommt, dass das weibliche Geschlechtshormon Östrogen dafür sorgt, dass Frauen ihre Fettdepots verstärkt an Schenkeln und Po anlegen. Angenehmer Nebeneffekt des Aufbaus der weiblichen Haut ist der, dass sie sehr viel weicher und zarter ist als die der Männer. Das wiederum bewirkt, dass sie elastisch und dehnbar ist und Veränderungen ihrer Form – wie sie etwa im Lauf einer Schwangerschaft auftritt – ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen wegzustecken vermag.

Was begünstigt die Ausprägung von Orangenhaut?

Ein wesentlicher Faktor ist die genetische Veranlagung. Frauen, die über ein schwaches Bindegewebe verfügen, neigen sehr viel häufiger zu extremer Orangenhaut als Frauen mit einem festen Bindegewebe. Aber auch hier gibt es eine positive Seite: Frauen mit einem schwachen, also sehr elastischem Bindegewebe, bekommen sehr viel seltener Schwangerschaftsstreifen als Frauen, die über ein starkes Bindegewebe verfügen.
Wesentlicher Einflussfaktor ist natürlich auch das Gewicht. Je mehr Fett in den Lipozyten (Fettzellen) gespeichert wird, desto deutlicher treten die Fettzellen hervor. Frauen mit Übergewicht neigen demnach sehr viel häufiger zu Orangenhaut als schlanke Frauen. Bewegungsmangel und Rauchen fördert ebenfalls die Ausprägung von Orangenhaut. Fachleute sind sich obendrein sicher, dass auch die hormonelle Empfängnisverhütung (Anti-Baby-Pille, Hormonspirale) dazu beiträgt, dass eine Frau Orangenhaut ausbildet.

Was kann eine Frau gegen ihre Orangenhaut tun?

Viele Frauen leiden unter ihrer Orangenhaut und möchten gern etwas dagegen tun. Entsprechend viele Mittel zur Reduzierung oder gar Beseitigung der sichtbaren Dellen sind daher auf dem Markt. So werden fleißig Tees getrunken, Cremes in die Haut massiert und Kapseln eingenommen. Leider bleibt der versprochene Erfolg meist aus. Wirklich effektiv hilft nur, die Einflussfaktoren zu minimieren. Das heißt: Viele Bewegung, nicht rauchen und das Gewicht reduzieren.

Unterstützend können Masseure oder Physiotherapeuten Saugpumpmassagen bzw. Lymphdrainagen einsetzen. Hiermit wird der Stoffwechsel in den betroffenen Partien des behandelten Körpers verbessert und sorgt so für einen besseren Abfluss von Wasser- und Blutansammlungen im Fettgewebe. Eine Reduktion der Dellen ist bei 70 bis 80 Prozent der behandelten Frauen sichtbar.

Bleiben auch nach dieser Umstellung der Lebensgewohnheiten und der Unterstützung durch Massage und Drainage die Dellen zurück, kann ein operativer Eingriff helfen. Verschiedene Formen der Fettabsaugung lassen die Orangenhaut zwar nicht gänzlich verschwinden, doch ist eine Reduktion ist in den meisten Fällen möglich.

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